Hinweis:
Die Seite Mietspiegel Deutschland möchte Ihnen einen Überblick über die verfügbaren Mietspiegel der Städte und
Gemeinden geben.
Die Problematik der Mietspiegel in Deutschland wird von den jeweiligen Städten nicht einheitlich
gehandhabt. Einige bieten ihren Mietspiegel kostenlos zum Download über das Internet an. Andere verlangen dafür
Geld oder vertreiben den Mietspiegel nur als Broschüre auf dem Postweg. Es gibt auch Städte, die überhaupt
keinen Mietspiegel anbieten. Dort muß bei Bedarf der Weg über die Vergleichsmiete gegangen werden. Also 3
vergleichbare, vermietete Wohnungen im erforderlichen Einzugsbereich finden. Es wird auf jeden Fall immer auf
die Homepage der Stadt oder Gemeinde verlinkt. So kann man bei fehlendem Mietspiegel bei
Mietspiegel Deutschland wenigstens einen Ansprechpartner finden.
Mietspiegel Deutschland - Was ist ein Mietspiegel?
Ein Mietspiegel
(BGB § 558c) enthält Angaben
und Vorgaben, wie verschiedene Eigenschaften oder Ausstattungsmerkmale einer Wohnung zu bewerten sind. Diese können
sich somit auf den Mietzins einer vergleichbaren Wohnung auswirken. Bei einem Mietspiegel handelt es sich um
eine beschreibende Aufstellung von Merkmalen im Verhältnis zu Mietpreisen. Für eine nach diesen Kategorien
eingruppierte Wohnung weist der Mietspiegel dann den durchschnittlichen Mietzins und die dem
Mietspiegel zugrundeliegende Mietzinsspanne für eine so klassifizierte Wohnung aus. Ausgehend von einem
konkreten Wohnungsangebot lässt sich bestimmen, ob der verlangte Mietzins ortsüblich und angemessen ist oder nicht.
Als Anbieter einer Wohnung wiederum kann man den Mietspiegel dazu benutzen, um den ungefähren Mietzins
abzuschätzen. Der Mietspiegel gibt somit Vergleichswerte und legt einen Mietzins zu Grunde, zu dem man die
anzubietende Wohnung vielleicht vermieten kann. Bei Streitigkeiten über ein Mieterhöhungsverlangen können beide
Parteien den Mietspiegel heranziehen und die Richtigkeit der eigenen Position zu untermauern. Die im
Mietspiegel enthaltenen Angaben gelten dabei auch im Rahmen einer gerichtlichen Auseinandersetzung als
Beweismittel im Rang eines Parteigutachtens, das einer freien Würdigung durch das Gericht unterliegt. Doch kann
ein Vermieter bei einer Mieterhöhung die Ihn begrenzende Vergleichsmiete auch alternativ über eine unabhängige
Mietdatenbank, mindestens drei vergleichbare Objekte und oder ein Sachverständigengutachten feststellen. Es sei
denn, es handelt sich bei dem Mietspiegel um einen sogenannten qualifizierten Mietspiegel.
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Mietspiegel Deutschland - Der qualifizierte Mietspiegel
Um einen qualifizierten
Mietspiegel nach
BGB § 558d handelt es sich, wenn er nach wissenschaftlichen
Grundsätzen alle zwei Jahre erarbeitet wird. Dieser Mietspiegel
muß von Interessenvertretern der Vermieter und der Mieter und der Gemeinde
anerkannt werden (§ 558d BGB). Ausnahmsweise darf der Mietspiegel nach
zwei Jahren auch durch eine Anpassung mit Hilfe des Lebenshaltungskostenindex
für gesamt Deutschland angepasst werden. Nach insgesamt vier Jahren ist eine
Neuerstellung des Mietspiegel zwingend erforderlich. Er wird von der
Gemeindevertretung förmlich beschlossen und in den Amtsblättern der Gemeinden
veröffentlicht. Bei einem qualifizierten Mietspiegel wird im Zivilprozess
vermutet, dass die darin genannten Mietpreisspannen zutreffen. Diese Vermutung
kann aber widerlegt werden. Durch entsprechende Gegenbeispiele. Problembehaftet
ist vor allem, ob es die von § 558d BGB geforderten anerkannten wissenschaftlichen
Grundsätze zur Aufstellung von einem Mietspiegel überhaupt gibt ?
Mietspiegel Deutschland - Aktuelle Rechtslagen
Mieterzugang zur Wasseruhr
Der Hausbesitzer ist nicht verpflichtet, seinen Mietern zu ermöglichen, die außerhalb ihrer Wohnungen installierten Wasserzähler selbst abzulesen. Sie haben lediglich den rechtlichen Anspruch auf eine Einsichtnahme in die Abrechnungsunterlagen.
Mit dieser Begründung hat jetzt das Amtsgericht Kehl die Klage gegen eine Mieterhöhung wegen Modernisierungsmaßnahmen zurückgewiesen (Az. 3 C 20/10). Die Bewohner wollten die Zahlung des erhöhten Entgelts verweigern, weil ihnen der Vermieter den ständigen Zugang zur Wasseruhr verwehre. Diese befinden sich auf einem ihnen jetzt versperrten Nachbargrundstück. Was nach Auffassung des Amtsgerichts allerdings nicht gegen geltendes Gesetz verstößt. Zwar habe jeder Mieter ein Prüfungsrecht hinsichtlich der vom Vermieter abgerechneten Betriebskosten. Doch dieses Prüfungsrecht erstreckt sich lediglich auf die Abrechnungsunterlagen.
Die Bewohner seien laut dem baden-württembergischen Richterspruch hinreichend dadurch geschützt, dass der Hausbesitzer die Darlegungs- und Beweislast für die Richtigkeit der von ihm aufzunehmenden Messwerte trägt. Verweigert er bei einem konkreten Verdacht den Zugang zu den Messinstrumenten ohne vernünftigen Grund, würde dies dann im gegebenen Fall bei der Beweiswürdigung vor Gericht entsprechend zu seinen Lasten berücksichtigt werden.